Unsere Sendung

Aus der lebendigen Gebundenheit an den dreifaltigen Gott und aus dem Liebesbündnis mit der Gottesmutter Maria schöpfen wir Kraft und Zuversicht.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Bindung in unseren menschlichen Beziehungen erfahrbar zu machen, Qualitätsarbeit im Beruf zu leisten und in der modernen Welt unseren Beitrag zu einer Kultur der Liebe zu leisten.

„Wir müssen innerlich gefestigte Persönlichkeiten sein!
Gottergriffene Persönlichkeiten!“
J. Kentenich, an Frauen von Schönstatt 1965

In den unterschiedlichen Ländern versucht jede, entsprechend ihrer jeweiligen Kultur, ihre Berufung zu leben – eingebunden in die Gemeinschaft des Säkularinstitutes und in die katholische Kirche.

Kreuz der Sendung

 

 

Bellavista-Kreuz

Von P. Angel Vicente 1960 in Santa Maria in Brasilien geschaffen, schenkt seine Generation von Theologiestudenten und späteren Schönstattpatres das originelle Kreuz 1960 nach Chile, ins Heiligtum in Bellavista. An Weihnachten steht es auf dem Altar inmitten einer Schönstattfamilie, die in sich uneins ist: Wer lebt wirklich die Sendung des Gründers? Ein gegenseitiges Misstrauen mit Folgen - die Bewegung soll kirchlich verboten werden.

Kreuz der Einheit

Mitten in diesen Schwierigkeiten wächst um dieses neue Kreuz der Einheit der Anfang zur Versöhnung, ein gnadenhaftes Geschehen, das als „Wunder der Einheit“ viel Segen bringt, weit über Lateinamerika hinaus. Im August 1961 stand dieses Originalkreuz erstmals auf dem Altar des Urheiligtums in Schönstatt.

Ein Nachbild des Kreuzes der Einheit aus Holz hatte P. Kentenich viele Jahre der Exilzeit in seinem Arbeitszimmer in Milwaukee. Als die chilenische Schönstattfamilie 1965 das Originalkreuz zu seinem 80. Geburtstag nach Rom bringen ließ, kannte er dieses Kreuz und seine Geschichte gut. Sie schenkten es ihm – freilich in der Hoffnung, dass er es ihnen, wie er es oft tat, wieder zurückschenken werde. Der Gründer aber sagte liebenswürdig: „Geschenkt ist geschenkt!“

Kreuz der Sendung

P. Kentenich behielt das Originalkreuz der Einheit, bis er es am 12. Dezember 1965 den Frauen von Schönstatt für deren künftiges Heiligtum in Stuttgart überbringen ließ. Pfingsten 1966 auf der Liebfrauenhöhe, beim ersten Gemeinschaftstag nach dem Exil, überreichte P. Kentenich ihnen das kostbare Kreuz offiziell – als Dank und als Kreuz der Sendung. Was am 31. Mai 1949 in Bellavista des Gründers Anliegen war, ist Aufgabe für die gesamte internationale Schönstattfamilie. In seiner Ansprache sagt er:

„Was soll erreicht, was soll erstrebt werden? Ein Kreuzzug für ein organisches Denken, organisches Lieben und organisches Leben…Organisches Lieben, was das besagt? Nicht nur übernatürliches Lieben, auch naturhaft-natürliches Lieben. Und organisches Leben? Das ganze Leben ein Ausdruck des innersten Lebens des Dreifaltigen Gottes.“

J. Kentenich1966

Mittlerweile ist dieses Kreuz neben dem MTA-Bild weltweit das bekannteste Zeichen für die Spiritualität Schönstatts. Im Christusjahr wanderte eine originalgetreue Kopie des Kreuzes durch die internationale Schönstattfamilie bevor es am 18.10.1997 dem Urheiligtum übergeben wurde.

Vom Heiligtum aus steht die weltweite Schönstattfamilie wie die Gottesmutter beim Kreuz Jesu. Mit dem Kelch in der Hand ist Maria seit Jahrhunderten Sinnbild der Kirche, die Christi Sendung mitträgt. Im Liebesbündnis dürfen wir ihr vertrauensvoll sagen: Unsere Sendung ist Deine Sache! Verherrliche Dich! Oder wie es auf der Rückseite des Kreuzes der Einheit steht: Tua res agitur! Clarifica Te!

„Das Kreuz und das Marienbild laßt reichen

den Völkern mich als das Erlösungszeichen,

daß niemals voneinander wird getrennt,

was Vaters Liebesplan als Einheit kennt.“

J. Kentenich, Himmelwärts S. 90